Miteinander sind wir stark!

Integration die auch noch jede Menge Spaß bereitet!

Seit 13. Januar 2017 trifft sich an der vhs Straubing einmal wöchentlich eine Gruppe von 10 Grundschülern der Schule St. Jakob in Straubing unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher kultureller Herkunft um gemeinsam zu Jonglieren, kooperative Gruppenspiele kennen zu lernen und „ganz nebenbei“ sprachliche und soziale Kompetenzen zu erweitern.

Die finanziellen Mittel für dieses Projekt werden von der Bürgerstiftung Straubing zur Verfügung gestellt – das Kurskonzept wurde entwickelt von Stephan Magerl (Naturpädagoge, Bogenschießtrainer sowie Kinder- und Jugend-Coach) und Dr. Kathrin Lengfellner (Diplom-Biologin und Naturpädagogin).

Unter dem Kursmotto „Miteinander sind wir stark!“ wird in diesem 6-wöchigen Kurs Kindern der Rahmen geboten, spielerisch eine kulturübergreifende Gemeinschaft zu bilden und die eigene Kreativität und Lebensfreude miteinander zu teilen.

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Die beiden Kursleiter freuen sich über die ungemein positiven Entwicklungen in der Gruppe. Stephan Magerls Einschätzung zum Kursfortschritt: „Zum einen haben die Kinder sichtlich jede Menge Freude an der neuen Gemeinschaft und an der Idee des Jonglierkurses. Sie sind motiviert, möchten mitmachen und sind deshalb auch offen dafür, ein paar wichtige Verhaltensregeln zu akzeptieren und anzuwenden – nämlich Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Respekt untereinander. Zum anderen zeigt sich, dass der reale Kontakt und das reale Erlebnis geschätzt werden.“

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Die Idee dieses Kurses erscheint zukunftsträchtig und könnte als Modell für spielerische Integrationsarbeit dienen. Dr. Kathrin Lengfellner betrachtet das Konzept sozusagen sozio-ökologisch: „Kinder haben das volle Potential, offen der Welt zu begegnen. Man kann ihnen anschaulich Werte vermitteln, etwa die Achtsamkeit sich selbst und anderen Lebewesen gegenüber. Sie verstehen oft viel besser, dass es weitaus weniger Grenzen gibt, als Kultur und Gesellschaft es manchmal vorgeben. Und sie sind meines Erachtens nach in der Lage, ihrer Empathie mehr Raum zu geben. Das kann in unserer Welt gar nicht groß genug geschrieben werden.“

Über Klassen-, Sprach- und Ländergrenzen hinweg zeigen die Kinder in diesem Projekt einerseits, dass Integration unkompliziert umsetzbar sein kann – und zum anderen viel Spaß bereitet und eine Bereicherung für alle Beteiligten darstellt.