Eremitage und Altstadt Bayreuth

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„Musenhof und markgräfliches Plaisir“

am Samstag, 23. September

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Reiseleitung: Petra Neuberger, Historikerin

 

Die Eremitage in Bayreuth entstand im 16. Jahrhundert als markgräflicher Tiergarten. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde dieser zu einer rießigen Parkanlage mit dem Alten Schloss und einer pompösen Orangerie umgewandelt. Der Gegensatz zwischen Natur und höfischer Kunst prägt die Eremitage. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester König Friedrichs II. von Preußen, ließ die Eremitage im Stil des Rokoko um- und ausbauen. Sie ist zugleich das früheste kontinentale Beispiel sentimentaler Landschaftsgärtnerei, wie sie in England entstanden ist.

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Auf die kunstbegeisterte, vielseitig gebildete Markgräfin, die auch selbst bei Opernaufführungen auf der Bühne stand, geht der Bau des Neuen Schlosses in Bayreuth zurück, einer weiteren Station auf der Fahrt mit Petra Neuberger. Der Schlossbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bietet einen wunderbaren Einblick in die Welt Wilhelmines von Bayreuth und Ihres Gatten Friedrich und zeigt den ganzen Zauber des höfischen Rokoko.

Fahrpreis pro Person: 47 € (inkl. Eintritt 9 €)

Abfahrt am Busbahnhof am Hagen um 6 Uhr.

Anmeldung (telefonisch oder online) bis zum 12.09.2017

Trotz sorgfältigster Planung können sich unter Umständen orts- und situationsbedingte Programmänderungen ergeben, wobei jedoch der grundsätzliche Programminhalt nicht verändert wird.

Veranstalter:
F.X. Mittermeier – Reisen zur Kunst und Kultur, Gustav-Hertz-Str. 7, 94315 Straubing

 

 

Birgittinnenkloster Gnadenberg und Pfalzgrafenstadt Neumarkt

 – Klosteridyll und pfalzgräfliche Residenz –

am Samstag, 20. Mai 2017

An diesem Tag können sich Interessierte mit Historikerin Petra Neuberger auf eine Spurensuche der Wittelsbacher in der Oberpfalz begeben.

Das Kloster Gnadenberg wurde 1426 von Pfalzgraf Johann von Neumarkt – in Straubing vor allem als Ehemann von Pfalzgräfin Beatrix, einer der schärfsten Gegnerinnen Agnes Bernauers, bekannt – als erstes Birgittinnenkloster Bayerns gegründet.

Im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört, beeindruckt die Klosterruine aus rotem Sandstein durch die imposanten erhaltenen Umfassungsmauern. Sie ist noch heute ein eindrucksvolles Zeugnis gotischer Baukunst des 15. Jahrhunderts.

Pfalzgräfin Beatrix, die Schwester Herzog Albrechts III. von Bayern-München wurde einst dort bestattet, ihr Grab ist allerdings nicht mehr erhalten. Die heutige Pfarrkirche St. Birgitta wurde Ende des 17. Jahrhunderts in den einzig erhaltenen spätgotischen Klosterflügel eingebaut.

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Die Residenz Pfalzgraf Johanns und seiner Ehefrau, war Neumarkt.

Die Stadt gehörte seit dem 14. Jahrhundert der pfälzischen Linie der Wittelsbacher. Das ehemalige pfalzgräfliche Schloss ist im Kern ein Bau des frühen 15. Jahrhunderts, aus der Erbauungszeit gibt es im ersten Obergeschoss noch Reste von Wandmalereien.

Durch Umbauten des 17. bis 19. Jahrhunderts zeigt die ehemalige pfalzgräfliche Residenz die wechselvolle Geschichte Neumarkts.

Davon künden auch die zahlreichen Kirchen der Stadt, so die ehemalige Hofkirche, heutige Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau, die Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist oder die Wallfahrtskirche Mariahilf.

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Trotz sorgfältigster Planung können sich unter Umständen orts- und situationsbedingte Programmänderungen ergeben, wobei jedoch der grundsätzliche Programminhalt nicht verändert wird.

Abfahrt am Busbahnhof am Hagen um 7 Uhr

Fahrpreis pro Person: 43 € inkl. Spende für das Kloster

Anmeldung bis zum 9. Mai

 

 

Zypern – Insel der Aphrodite

7. – 14. Juni 2017 (Pfingstferien)

Reiseleitung: Werner Schäfer, Historiker mit lizensierten zypriotischen Guides

Zypern, nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel im Mittelmeer, ist von faszinierender Schönheit. Abwechslungsreiche Landschaften, angenehmes mediterranes Klima, eine reiche Geschichte und Kultur, freundliche Menschen und eine reichhaltige Küche, von delikaten „Meze“ über Meeresfrüchten bis zu Grillspezialitäten …

 

 

1. Tag Unser Ziel: Zypern
Der Bus bringt uns am Morgen zum Flughafen München. Nach der Ankunft auf Zypern werden wir von unserem heimischen Guide erwartet, der uns nach Limassol zum ****superior Mediterranian Beach Hotel begleitet. Nach der Zimmerverteilung können wir vor dem Abendessen noch die gepflegte Gartenanlage zwischen dem großen Pool und dem hoteleigenen Strand erkunden.

2. Tag Nicosia – geteilte Hauptstadt der Insel
Nach etwa einer Stunde Busfahrt erreichen wir die venezianischen Stadtmauern aus dem 16 Jahrhundert.
Im Zypernmuseum, einem musealem Prunkstück, verschaffen wir uns einen Überblick über die jahrtausendealte Kultur Zyperns. In einem Teil des Palastes, in dem einst Erzbischof Makarios residierte, befindet sich das Byzantinische Museum, in welchem etwa 150 zypriotische Ikonen aus dem 8. bis 18. Jahrhundert aufbewahrt werden. Gegenüber besuchen wir die kleine, sehenswerte Kirche des Hl. Johannes (erbaut 1662 ).

An der Demarkationslinie betreten wir nach kurzer Passkontrolle den türkisch besetzten Teil der Hauptstadt.
Nur wenige Schritte führen uns zur einstige Sophienkathedrale (1209 gegründet). Die Westfassade mit den drei Portalen und der Fensterrosette gilt als Meisterwerk französischer Gotik. Die Türken gestalteten den Innenraum zur Moschee , der „Selimije Camii“ um.
Unweit davon der Büyük Han. Der mit großem Aufwand restaurierte Bau wurde als Herberge für reisende Kaufleute errichtet. Heute laden ein Cafe, Souvenirgeschäfte und Kunstgalerien zum Verweilen ein.
Auf dem Rückweg zum Hotel lohnt ein Abstecher nach Pano Lefkara. Hier werden heute noch traditionell Spitzen und Stickereien hergestellt, deren Muster noch auf die Zeit der Herrschaft Venedigs zurückreichen.

3. Tag Ein Ausflug ins Troodos Gebirge
Im malerischen Troodosgebirge begegnen wir dem seltenen Typus der Scheunendachkirche. Äußerlich unscheinbar, hat sich jedoch in ihrem Inneren die großartig byzantinische Freskenmalerei mehrerer Jahrhunderte erhalten.
Die beiden Kirchen Panagia Tou Arakou in Lagoudera und Stavros tou Agiasmati bei Platanistasa sind hervorragende Beispiele dafür. Im unter Denkmalschutz stehenden Ortskern von Kakopetria sehen wir liebevoll restaurierte Häuser des 18. und 19. Jahrhunderts.
Auf unserem Weg zurück zum Hotel liegt das malerische Weindorf Omodhos, das zu einer Pause einlädt.

4. Tag Kourion und Kolossi
Durch lange Zypressenalleen und weitläufige Zitrusanlagen erreichen wir die Johanniterburg von Kolossi. Der mächtige Festungsturm ist noch bestens erhalten. Vom obersten Stockwerk bietet sich ein eindrucksvoller Rundblick auf das einst von den Johannitern beherrschte Land.
Im nahen Kourion, dem antiken Stadtkönigtum Curium, besuchen wir zunächst das griechische Theater in herrlicher Lage über dem Meer und das Haus des Eustolius mit farbenfrohen, römischen Mosaiken. In der einstigen Stadt finden sich eindrucksvolle Reste eines dem Apollo Hylates geweihten Tempels.
Nachmittags bietet sich ein Bummel in Limassols Altstadt an (fakultativ).

5. Tag Paphos – Weltkulturerbe
Nach einem kurzen Halt am Felsen der „Schaumgeborenen Aphrodite“ erreichen wir die Kirche Aya Paraskevi in Yeroskipos, eine der beiden Fünfkuppelkirchen Zyperns. Sie birgt wertvolle Fresken.
Nicht mehr weit ist es nun nach Paphos: dort erwarten uns die sogenannten Königsgräber auf dem Gebiet der ehemaligen Nekropole der Stadt, großartige Mosaiken in einstigen römischen Villen, die in bunter Vielfalt Begebenheiten aus der Mythologie erzählen, die Paulussäule neben den Resten einer siebenschiffigen Basilika und ein Bummel entlang der Hafenpromenade zum türkischen Kastell – genug für einen erlebnisreichen Tag.

 

 

6. Tag Ausflug zur Halbinsel Akamas im Westen
Im Westteil der Insel, in malerischen Lage, finden wir das Kloster Chryssorroyiatissa, dessen Ursprung auf eine Legende aus dem Jahr 1152 zurückgeht. Unterwegs passieren wir das kleine Dorf Pano Panyia. Hier steht das Geburtshaus von Makarios.
Vom kleinen Fischerhafen in Latchi aus starten wir eine Fahrt mit dem Glasbodenboot entlang der herrlichen Küste (fakultativ). Wer Lust hat, lässt sich unterwegs absetzen und wandert in etwa 1,5 Stunden zurück zu den Bädern der Aphrodite, wo der Bus wartet.
Auf dem Rückweg zum Hotel liegt das Höhlenkloster des Hl. Neophytos und die dazugehörige Klosterkirche. Der Besuch ist ein unverzichtbares Muss!

7. Tag Famagusta und das Barnabas Kloster
Zum Abschluss unserer Exkursionen machen wir heute eine Fahrt in den östlichen, von Türken besetzten Teil Zyperns an.
Entlang der Südküste erreichen wir nach ca. 1.5 Stunden Famagusta, jene Stadt, welche nach der Teilung der Insel in einen „Dornröschenschlaf“ verfiel.
Die Altstadt – eines der schönsten Beispiele mittelalterlicher Architektur – wird von einem mächtigen Mauergürtel geschützt. Die Kathedrale St. Nikolaus wurde 1298 nach dem Vorbild der Kathedrale zu Reims erbaut – ein Meisterwerk der Gotik.
Nachmittags erreichen wir nach kurzer Fahrt das Kloster des Hl. Barnabas, eines der bedeutendsten Klöster der Insel. Übergroße Wandbilder schildern die Gründung der zyprisch-orthodoxen Kirche. In den einstigen Klosterräumen zeigt ein archäologisches Museum einzigartige Terrakotta Votivgaben.

8. Tag Abschied von der Insel
Eine erlebnisreiche Woche liegt hinter uns und wir können einen letzten Spaziergang durch die Parkanlage unseres Hotels machen, bevor wir in den Transferbus zum Flughafen steigen.
Unser nächstes Ziel ist der Salzsee nahe Larnaca, das größte Feuchtbiotop im Mittelmeer-Raum. Am Rande des Sees, inmitten eines Palmenhains, finden wir eine kleine Moschee, die Hala Sultan Tekke – ein wichtiges Wallfahrtsheiligtum der Moslems.
Weiter geht es nach Larnaca mit Besuch der Kirche des Hl. Lazarus (Schutzpatron der Stadt).
Danach erreichen wir nach kurzer Fahrt Kiti, wo wir zum Abschluss noch ein besonderes „Schmankerl“, die Panagia archangelolokistos („die von Engeln erbaute Kirche“) besuchen. Sie ist nicht nur von außen, sondern auch von innen eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges! In der Ostapsis sehen wir ein frühchristliches Mosaik aus dem 6. Jahrhundert. Ob seiner Seltenheit (es gibt nur zwei davon auf Zypern!) zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Kurze Fahrt zum Flughafen Larnaca und Rückflug nach München, wo bereits unser Transferbus nach Straubing wartet…

Hier gibt´s weitere Informationen zu Preis/Leistung als auch das Anmeldeformular zum Download

 

Reiseveranstalter: alpetour Starnberg in Zusammenarbeit mit Reisen zur Kunst und Kultur, F.X. Mittermeier, Straubing

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Kunstgeschichte des Bayerischen Waldes

Nach seiner jüngst erschienenen Publikation „Unbekannter Bayerischer Wald“ stellt Werner Schäfer das Gebiet zwischen Regen und Ilz, Donau und Hauptkamm an der tschechischen Grenze in diesem Kurs der vhs Straubing ab Mittwoch, 16. November an drei Abenden als Region einer durchaus beachtlichen kunstgeschichtlichen Entwicklung dar.

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Der kunsthistorische Bogen wird sich mit vielen Bildern von der Romanik bis zu bedeutenden Beispielen für den modernen Kirchenbau nach 1945 spannen. Dabei begegnen die Teilnehmer auch großen Meistern wie den Gebrüdern Asam, Johann Michael Fischer, Franz Anton Rauscher und dem Glaskünstler Erwin Eisch.

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind zu finden unter http://vhs.link/DP32rh

Einem Kaiser zum Geburtstag!

Samstag 3. Dezember 2016

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Ein Spaziergang auf den Spuren Kaiser Karls IV.

Eine grenzübergreifende Premiere: Anlässlich des 700. Geburtstages des Kaisers veranstalten der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik unter der Schirmherr­schaft der beiden Ministerpräsidenten erstmals eine gemeinsame Landes­ausstellung. Kostbare Originale, mediale Elemente und spannende Geschichten erzählen von Karl IV. (1316 – 1378) und seiner Zeit.

Umstrittener Herrscher oder Ikone?

Weil er für seine Hausmachtpolitik in großem Umfang Reichsgut verpfändete, sa­hen deutsche Historiker Karl lange als „Vater Böhmens, aber Erzstiefvater des Reiches“, während er in Böhmen bzw. Tschechien bis heute als „Vater des Vater­landes“ gilt. Ab dem 19. Jahrhundert wurde er von beiden Seiten national verein­nahmt, obwohl er sich selbst weder als Tschechen noch als Deutschen, sondern als Kaiser von Gottes Gnaden gesehen hat.

Die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung wirft mit 150 hochrangigen Kunst­werken, Urkunden, kulturhistorischen und alltagsgegenständlichen Zeugnissen und medialen Inszenierungen einen neuen Blick auf den facettenreichen Herrscher und seine Zeit.

Karl IV. als Brückenbauer zwischen Bayern und Tschechien

„Mit der ersten bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/2017 wollen Bayern sowie Tschechien die vielfältigen, nicht immer konfliktfreien Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn bewusst machen. Das Haus der Bayerischen Geschichte, das Germanische Nationalmuseum und die Nationalgalerie Prag arbeiten hier Hand in Hand. Die 700jährige Wiederkehr des Geburtsjahres des böhmischen Königs Karls IV. und späteren Kaisers des Hl. Römischen Reichs dient dabei als Anlass für die Ausstellung in der Wallenstein-Reithalle in Prag und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die über lange Zeit sehr fruchtbare Nachbarschaft lässt sich auch an der Geschichte der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag nachvollziehen. Viele Orte auf diesem Weg werden in die Landesausstellung eingebunden. Die gemeinsame Ausstellung zeigt, dass der Fall der Mauer 1989 den Weg zu einer neuen Freundschaft zwischen den Nachbarn frei gemacht hat“, so Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle.

Der Kaiser kommt wieder zurück nach Nürnberg

Am 20. Oktober 2016 öffnet die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung „Karl IV.“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ihre Pforten. Für Karl IV. spielte Nürnberg eine wichtige Rolle, berühmte Bauwerke wie die Kaiserburg oder die Lorenzkirche zeugen davon noch heute.

Das ausgehende Mittelalter war einerseits geprägt von Krisen und Katastrophen, von Pest und Hungersnöten, andererseits erfuhren Kunst, Kultur und Technik einen großen Aufschwung. Kaiser Karl IV. förderte insbesondere Prag und Nürnberg, die Städte, in denen er sich am häufigsten aufhielt. Die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung hat daher mit der Nationalgalerie Prag (15.05. – 25.09.2016) und dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (20.10.2016 – 05.03.2017) Ausstellungsorte gewählt, die auch in ihrer Umgebung viele Attraktionen mit Bezug zu Karl IV. bieten.

Die Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg präsentiert Aspekte seiner Lebens- und Regierungszeit im Spiegel des wechselvollen 14. Jahrhundert. In Karls Politik spielte die Reichsstadt Nürnberg eine wichtige Rolle. Die Nürnberger Kaiserburg diente ihm als zeitweilige Residenz. In Nürnberg erließ er 1356 die „Goldene Bulle“. Bis zum Ende des Alten Reiches 1806, also fast für ein halbes Jahrtausend, bestimmte sie auch dessen Verfassungsleben.

Im Rahmen dieser Tagesfahrt folgen die Reiseteilnehmer zusammen mit Reiseleiter Werner Schäfer OStD a.D. den Spuren des Kaisers.

Weitere Programmpunkte: 

  • die Frauenkirche: sie steht als eine der wichtigen gotischen Kirchen Nürnbergs an der Ostseite des Hauptmarktes. Sie wurde anstelle der zerstörten Synagoge als Hallenkirche errichtet.
  • die Kirche St. Sebaldus
  • die Hauptkirche St. Lorenz
  • das Heilig Geist Spital: es fällt in die Frühzeit des Kaisers. Es war die größte städtische Einrichtung zur Versorgung der Kranken und Alten.
  • die Kaiserburg: Wehrbau und Kaiserresidenz, Reichsburg und hohenzollerscher Burggrafensitz  – eine der geschichtlich und baukünstlerisch bedeutendsten Wehranlagen Europas.

Abfahrt am Busbahnhof am Hagen um 7 Uhr.

Hier geht´s zur Online-Anmeldung: http://vhs.link/RwsjM3

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Rothenburg ob der Tauber und Ansbach

Samstag, 17. September 2016

Zusammen mit Ihrer Reiseleiterin Petra Neuberger (Historikerin) spazieren Sie im Rahmen dieser Tagesfahrt durch das mittelalterliche Kleinod Rothenburg bevor Sie die markgräfliche Pracht Ansbachs bewundern können.

Rothenburg ob der Tauber:

Eine vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer mit Türmen und Toren, malerische Fachwerkbauten – liebevoll geschmückt mit Blumenkästen, verwinkelte Gässchen und mächtige Kirchen wie die gotische Stadtpfarrkirche St. Jakob: Rothenburg ist ein Gesamtkunstwerk des Mittelalters und der Renaissance. Die ehemalige freie Reichsstadt lädt zum Bummeln und Verweilen ein.

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Ansbach:
Markgräfliche Residenz

Das barocke Schloss der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach weist ein Deckenfresko von Carlo Carlone im doppelgeschossigen Festsaal und den Hofgarten mit der Orangerie auf… Wandeln Sie auf den Spuren des Markgrafen durch das Spiegelkabinett, flanieren Sie durch einen der vielen Prunkräume, die vom Glanz vergangener Zeiten erzählen und bestaunen Sie im Kachelsaal Fliesen aus der früheren Manufaktur Ansbachs.

Kirche St. Gumbertus

Die Kirche St. Gumbertus beeinflusst das Erscheinungsbild der Stadt entscheidend… Die romanische Krypta unter der Gumbertuskirche ist Zeuge der ersten steinernen Kirche, die im 11. Jahrhundert dort entstand. Die barocken und gotischen Elemente erzählen von der jahrhundertelangen Entstehungsgeschichte der Kirche. Die Baugeschichten der Kirchen St. Gumbertus und St. Johannis reichen vom 11. bis ins 18. Jahrhundert.

Abfahrt am Busbahnhof am Hagen um 6 Uhr

Die vhs Straubing vermittelt und empfiehlt Tagesfahrten des benannten Reiseveranstalters:

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F.X. Mittermeier – Reisen zur Kunst und Kultur – Straubing

Hier geht´s zur Online-Anmeldung: http://vhs.link/kYGp4Z

 

Tagesfahrt zur Bayerischen Landesausstellung „Bier in Bayern“ am Samstag, 7. Mai

Das im Jahr 1516 erlassene bayerische Reinheitsgebot feiert 2016 seinen 500. Geburtstag. Dieses für die bayerische Biergeschichte wichtige Ereignis ist der Anlass der Landesausstellung „Bier in Bayern“, die vom Haus der Bayerischen Geschichte von 29.04. bis 30.10.2016 im ehemaligen Zisterzienserkloster Aldersbach im Passauer Land gezeigt wird.

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„Bayern, Bier und das Reinheitsgebot – ein fast heiliger Dreiklang“, sagt Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte. Der Ausstellungsort könne nicht besser gewählt sein, lobt er das einmalige Ensemble.

Auch der Projektleiter der Bayerischen Landesausstellung, Dr. Rainhard Riepertinger, ist begeistert von Aldersbach: „Eine der schönsten Barockkirchen Bayerns, eine historische sowie eine moderne Brauerei und ein Bräustüberl – all das kann man nicht museal inszenieren, das braucht es im Original.“

Im niederbayerischen Aldersbach finden die Besucher all diese Elemente zusammen im ehemaligen Klosterkomplex: Bier und Barock in seiner schönsten Form.

Mythos und Markenzeichen auf 1.500 qm

Die Bayerische Landesausstellung präsentiert auf etwa 1.500 Quadratmetern die  Kulturgeschichte eines Elixiers, das für Bayern viel mehr als nur ein Getränk darstellt: Bier – ein Mythos und gleichzeitig ein Markenzeichen des Freistaats, das heute das Bild Bayerns in der Welt wesentlich mitprägt.

Ausgangspunkt ist das Jahr 1516. Damals bestimmten die bayerischen Herzöge: Nur Gerste, Hopfen und Wasser dürfen zum Bierbrauen verwendet werden. Mit diesem Erlass – dem bayerischen Reinheitsgebot – begann eine echte Erfolgsgeschichte, denn immerhin kam um 1900 jedes zehnte weltweit getrunkene Bier aus Bayern. Und bis heute werden Bier und Bayern weltweit besonders verbunden.

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Die Landesausstellung erzählt von der Entwicklung Bayerns zum „Bierland“. Es geht um Wirtshauskultur, Klosterbrauereien, Brauhäuser und Bierpaläste, Biermonopole, Bierkrawalle, Bierinnovationen und um den weltweiten Siegeszug bayerischer Gemütlichkeit.

„Dass Bier gleichgesetzt wird mit Bayern und bayerisches Bier weltberühmt wurde, ist ein relativ junges Phänomen“, betont Dr. Richard Loibl und verweist auf die Weltausstellungen im 19. Jahrhundert, die den Startschuss für den internationalen Erfolg gegeben hatten.

Neben der industriellen Produktion und dem Qualitätsstandard Reinheitsgebot lag der Erfolg des bayerischen Biers vor allem am Marketing: „Bavaria sells! Entscheidend war die Konstruktion eines Sehnsuchtsbildes und eines Erlebnisangebots mit Ausschankstellen weltweit – von Berlin über Paris bis nach Chicago. Bier, Idylle und Gemütlichkeit bildeten das Verkaufskonzept“, so Loibl.

Das Wirtshaus als Sinnbild bayerischer Gemütlichkeit

Der hohe Stellenwert des Bieres spiegelt sich vielschichtig und facettenreich in der Wirtshauskultur wider. Ob Bierkeller, Bierpalast, Biergarten oder Bierzelt: überall stehen Bier und bayerische Gemütlichkeit im Mittelpunkt. Was alles in einer Wirtschaft passiert, wird in der Landesausstellung nacherzählt: Es wurde gegessen, gespielt, geraucht und geschnupft, geschäkert und angebandelt, gerauft, geredet und politisiert, gesungen, musiziert und natürlich Bier getrunken.


Die Exponate reichen von Pfeifenköpfen und Schnupftabaksgefäßen mit derben oder lustigen Bildern über Zimmerstutzen, Dudelsack sowie einen frühen Musikautomaten bis hin zur Tischkegelbahn und alten Speisekarten. Wenn die Ausstellungsbesucher sich auf das Wagnis einlassen und zu tief in den einen oder anderen Maßkrug schauen, begegnen sie alten Jux-Postkarten, auf denen der Rausch glorifiziert und die Bierseligkeit gefeiert wird. Dabei ist ein kritischer Blick auf übermäßigen Bierkonsum und Alkohol angebracht, wie auch das in die Medizingeschichte eingegangene „Münchner Bierherz“ zeigt: Das Organ wuchs durch regelmäßigen Biergenuss von sage und schreibe 12 bis 15 Maß pro Tag auf die doppelte Größe eines normalen Herzens an.

Vom Bier bis zur Schützenliesl

Überall in der Landesausstellung gibt es Spannendes zu entdecken, vor allem zum Schauen, Hören, Riechen und Mitmachen. Heiß geht es zum Beispiel in der „Sau“ zu und in der Darre begegnet man dem Esel beim Mälzen. Die Sau und die Darre sind Stationen der alten Brautechnik, die an den Originalschauplätzen der alten Brauerei in Aldersbach zu erleben sind.

Darüber hinaus gilt es Menschen kennenzulernen: von Pionieren des Brauwesens über den Bierspion bis hin zu einer Kellnerin, die von ihrem harten Arbeitsalltag in der Zeit um 1900 erzählt. Mit dabei sind auch Bierberühmtheiten wie die legendäre Schützenliesl und Joseph Groll aus Vilshofen in Niederbayern, der als Vater des Pils gilt. Und dann geht es freilich auch um das richtige Behältnis für das Bier. Neben dem „Urmaßkrug“, dem klassischen Keferloher und dem uns heute allbekannten Maßkrug aus Glas werden edle Trinkgefäße aus Gold, Silber, Elfenbein und Porzellan präsentiert.

Das Bier und seine Bayern – mehr als nur Marketing

Bier gilt als Bayerns fünftes Element – so sah es der bayerische Staatsmann Wiguläus von Kreittmayr schon Mitte des 18. Jahrhunderts. Und Bayern ist bis heute Bierland geblieben. Darum geht es im großen Finale in der ehemaligen Bibliothek des Klosters Aldersbach. In dem zehn Meter hohen Raum und unter dem beeindruckenden Deckengemälde von Matthäus Günther aus dem Jahr 1760 präsentiert die Landesausstellung mit „Das Bier und seine Bayern“ ihren Schlussakkord. Dabei geht es um alle Facetten des „bierseligen“ Bayernbildes, sowohl in der Selbsteinschätzung als auch in der Fremdwahrnehmung. Die Bierwerbung greift mit Vorliebe auf weiß-blaue Landschaftsidylle, Trachten- und Rautendekors zurück. Im Film dominiert das Bier als unverzichtbares Element bayerischer Lebensart und Lebensfreude.
Ob biervernarrter Außerirdischer, biertrinkender Ex-Dienstmann und Problem-Engel Aloisius oder Nachahmungen bayerischer Bierfeste und Wirtschaften in der ganzen Welt: Der Bier-und-Bayern-Mythos hinterlässt überall seine Spuren.

Gesamterlebnis Aldersbach: Ausstellung, Brauerei und Kloster

Eingebettet ist die Ausstellung in die passende Umgebung: Bereits im 13. Jahrhundert wurde im Kloster Aldersbach Bier gebraut. Heute können Besucher das Brauwesen in der modernen Brauerei dort kennenlernen.

b5df61543e51953887ab3e37d62e13a1Einmalig ist das Ensemble des vollständig erhaltenen Klosterkomplexes, das neben der Brauerei mit niederbayerischem Bräustüberl die berühmte Zisterzienserklosterkirche „Mariä Himmelfahrt“ umfasst. 1720 wurde sie von den Gebrüdern Asam im barocken Stil gestaltet und gehört zu den schönsten Marienkirchen Bayerns. Geschichte, Barock, Bier und Brauen – all das ist in Aldersbach vereint.

Die vhs lädt im Rahmen einer Tagesfahrt am Samstag, 7. Mai, zum Besuch der Ausstellung ein. Unter der Leitung von Historikerin Petra Neuberger können die Reiseteilnehmer die Ausstellung erleben. Am Ende des Tages steht noch ein Besuch von Ortenburg, einer einst evangelischen Enklave im katholischen Niederbayern, an.

Hier geht´s zur Anmeldung: http://vhs.link/WmZPPc