Die vhs-FotoReise 2018 führt uns nach Venedig

Vom Samstag, 28. April bis Samstag, 5. Mai 2018 steht nun die dritte „besondere vhs-FotoReise“ an – erneut eine außergewöhnliche BildungsReise verbunden mit einem tollen FotoKurs:

Venedig

Warum „besonders“? Das kennt so mancher begeisterte Fotograf sicher auch: Wann hat man/frau im Urlaub schon wirklich ausreichend Zeit zum Fotografieren statt nur zum Knipsen?!
Bei der vhs-FotoReise ist das anders – der passende Lichteinfall bestimmt die Besichtigungen und die kleine Gruppe hetzt nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit:

  • Mehr (und Meer) von Venedig – kann man eine so berühmte und viel beschriebene Stadt wie Venedig über die Gemeinplätze hinweg kennen lernen, mit anderen Augen sehen und neugierig werden auf mehr, auf das was nicht in den üblichen Stadtführern steht? Die Straubingerin Martina Rähr, seit über 30 Jahren auch Venezianerin, führt uns durch das Venedig der Venezianer, abseits vom Massentourismus hinein ins Leben und Wohnen der Menschen. Auf Streifzügen durch das unbekannte Venedig erfahren wir etwas über den Alltag im Mittelalter und den Problemen von heute, von Frauen und Waisenkindern, von Juden, Werftarbeitern und Dogen, von den Abwässern der Republik und der genialen Trinkwasserversorgung der Stadt.
    Martina Rähr, Reiseleiterin und Naturführerin, ist Mitglied der venezianischen Cooperativa Limosa/SlowVenice, einer Vereinigung von Ökopädagogen und Naturführern, 2016 Auszeichnung von UNESCO für nachhaltigen Tourismus – sie steht uns während der Reise drei Tage zur Seite.
  • Nach einem einführenden Rundgang mit Martina Rähr, werden wir mit ihr auch Lido und den Fischerort Pellestrina besuchen, bevor wir mit ihr in einem Privatboot einen Ausflug auf unbekanntere Inseln der Lagune machen…
  • Auf dem Programm stehen an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Sonnenständen weitere – nicht nur fotografisch interessante – Streifzüge durch Venedig und auch (je nach Fahrplänen) die umliegenden Inseln, insbesondere Burano mit seinen bunten Häusern, auf dem Programm.
  • Ein Tag wird den Teilnehmern zur freien Verfügung stehen: Durch das persönliche Vaporetto-Ticket ist von einem Tag am Strand bis hin zum Besuch der Begräbnisinsel (San Michele – fotografieren leider nicht erlaubt) vieles möglich – oder wie wäre es mit einer romantischen Gondelfahrt?
  • Die Anreise nach Venedig kann gerne selber organisiert werden – der Reiseveranstalter bucht auf Wunsch eine Gruppenanreise mit der Bahn ab Straubing über München…
Die konkrete Ausschreibung und das Anmeldeformular ist hier auf unserer Homepage zu finden: http://vhs.link/NQ9kjJ – (auch direkt als PDF samt Anmeldung und AGB des Reiseveranstalters)

Damit möglichst viele Reiseteilnehmer auch am VorbereitungsTreffen (Samstag 17. März 2018 um 13.30 Uhr an der vhs Straubing – zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Besprechung der Ausrüstung) teilnehmen können, ist eine Teilnahme gerne auch online möglich!

Diese FotoReise wird in Kooperation von den drei Volkshochschulen KarlsfeldLandshut und Straubing vermittelt – Reiseveranstalter ist: Reisen zur Kunst & Kultur – F.X. Mittermeier, Gustav-Hertz-Str. 7, Straubing, Tel. +49 9421 71818

Foto Georg Schraml, FotoTrainer
Der mitreisende FotoTrainer Georg Schraml nimmt sich Zeit für die Gruppe, vermittelt theoretische Grundlagen und begleitet in der Praxis. Es werden dann auch die Bilder besprochen, um noch bessere Fotos zu bekommen.

 

…und dann noch ein ganz besonderes Ziel, wunderbar erklärt von unserer deutschsprachigen ReiseLeiterin Martina Rähr – was will man/frau mehr?!

… venezianische Spaziergänge – oder: das Venedig der Venezianer

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„Kann man eine so berühmte und viel beschriebene Stadt wie Venedig über die Gemeinplätze hinweg kennen lernen, mit andren Augen sehen und neugierig werden auf mehr?“

… so lautet die einleitende/-ladende Eröffnungsfrage auf der Reisebeschreibung zur Studienreise, die wir für F.X. Mittermeier – Reisen zur Kunst und Kultur vermitteln dürfen.

Meine klare Antwort darauf ist ein umunstößliches und eindeutiges JA.

Warum ich mir da so sicher bin? Natürlich könnte ich jetzt floskelhaft schreiben „Venedig ist immer eine Reise wert“ aber dies würde Venedig bei weitem nicht gerecht werden… Diese Stadt hat mich in ihren Bann gezogen. Sei es jetzt durch die morbide Schönheit der einst prächtigen Palazzo, den schaukelnden Gondeln in den Kanälen oder das Gewirr aus Gassen und Gässchen, die einen – wenn man sich darauf einlässt – abseits des Massentourismus, hinein ins Leben und Wohnen der Menschen führen… ins Venedig der Venezianer eben.

Die Gruppe, die am 1. September ab Bahnhof Straubing startet, kann bei dieser 5-tägigen Reise mit Martina Rähr, seit 30 Jahren Venezianerin, etwas aus der Vergangenheit einer Stadt, welche einst Weltgeschichte schrieb, entdecken…

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Martina erwartet uns zu einem Spaziergang durch Gassen und Gässchen, über Brücken und Kanäle. Jedes Haus und jeder Platz kann von einer bewegten, ja oft aufregenden Vergangenheit erzählen, man muss nur die Steine zum Sprechen bringen, und Martina weiß mit Sicherheit Verborgenes und Vergessenes wieder zum Leben zu erwecken.
Vom Canale Grande führt unser Weg in das erste Ghetto der Geschichte. Wir erfahren von den Lebensbedingungen und Schwierigkeiten der Juden in Venedig, aber auch von der relativen Religionsfreiheit und Toleranz der Venezianer. Wir durchqueren den multikulturellen Stadtteil Canareggio und erreichen den Gemüse- und Fischmarkt an der Rialtobrücke.
Nach der Mittagspause geht es weiter in den Stadtteil Castello und wir entdecken das Commissariat von Brunetti, oder besser gesagt, die davorstehenden Säulen. Castello war früher das Arbeiterviertel Venedigs mit seinen stolzen Arsenalotti, die hier seit dem Ende des 12. Jh. in der modernsten Schiffswerft Europas arbeiteten. Die kleine Insel San Pietro di Castello war Sitz des Bischofs, später des Patriarchen von Venedig. Die Fassade von San Pietro trägt unverkennbar die Handschrift Palladios! Erst Napoleon bestimmte S. Marco 1807 zum Bischofssitz, und San Pietro di Castello versank in Vergessenheit. Trotzdem werden wir der Kirche einen Besuch abstatten. Castello, das ist aber auch die grüne Lunge Venedigs mit seinen Giardini, dem öffentlichen, von Napoleon angelegten Park, in dem Ende des 19. Jh. die erste internationale Kunstausstellung, die Biennale, stattfand. Hier endet dieser spannende Spaziergang und zu Fuß oder mit dem Vaporetto kann jeder, nach Belieben den Tag ausklingen lassen.

„Venedig und seine Lagune“

Der Mensch hat in den vergangenen Jahrhunderten zu seinem Nutzen das empfindliche Ökosystem, welches Venedig umgibt, verändert; anfangs im Respekt für das natürliche Gleichgewicht, im letzten Jahrhundert jedoch immer mehr ohne Rücksicht auf die Komplexität der Landschaft. Trotz aller Veränderungen durch Menschenhand gibt es in der Lagune Venedigs noch Gebiete von unvergleichlicher Schönheit und Faszination.
Mit einem Privatschiff führt uns Martina heute in die nördliche Lagune. Wir besuchen die Insel S.Erasmo, den Gemüsegarten Venedigs. Die interessante Evolutionsgeschichte der Lagune, der Salzwiesen und Flachwasserzonen, wird hier deutlich. Schöner Ausblick auf die Lagune und die Einfahrt Lido. Hier entsteht das MOSE Projekt zur Rettung Venedigs. Gegenüber in Sichtweite die Isola del Lazaretto Nuovo, wo man mit dem schrecklichsten Kapitel der Geschichte Venedigs, der Pest, konfrontiert wird.
Torcello ist sicherlich die schönste der Inseln, einst die Keimzelle Venedigs. Geblieben sind nur die Kathedrale S.Maria Assunta und die Kirche Santa Fosca. Die Kathedrale ist berühmt wegen des gewaltigen Mosaiks des „Jüngsten Gerichts“ in der Westwand.
Während der Fahrt erfahren wir viel über die einzigartigen Feuchtgebiete und über das Hochwasserproblem. Zum Abschluss besuchen wir die Fischerinsel Burano, bekannt wegen ihrer bunt bemalten Fassaden. Vorbei an der Glasbläser-Insel Murano genießen wir das grandiose Panorama bei der Einfahrt in die Lagunenstadt.

„Venedigs Schätze entdecken!“

Wenn man die prächtigen, klar gegliederten Fassaden der Romanik oder Gotik vor Augen hat, so ist man irgendwie verwirrt, wenn man vor San Marco steht, einer Kirche, welche nach 1204 erbaut wurde, zu einem Zeitpunkt als nördlich der Alpen die Sakralbauten den Himmel stürmten. Das Denken der Lagunenstadt war nach Osten gerichtet. Das Vorbild von San Marco war die einst mächtige Apostelkirche im fernen Konstantinopel, Grablege der byzantinischen Kaiser. San Marco soll in seiner Pracht nicht nur den Reichtum der Kirche, sondern primär Macht und Vermögen Venedigs demonstrieren. Der gesamte Innenraum der Basilika bildet einen Höhepunkt  abendländischer Mosaikkunst. Die Pala d Oro: ein Kleinod byzantinischer Goldschmiedearbeit, die Sakristei mit prächtigen Mosaiken. Danach betreten wir den gewaltigen Dogenpalastes mit seinen prächtig ausgestatteten Sälen, mit wunderschönen geschnitzten Holzdecken. Sie bestaunen zahlreiche Gemälde von Tizian, Veronese und Tintoretto.
Nach der Mittagspause besuchen wir die mächtige gotische Kirche der Franziskaner, Santa Maria Gloriosa dei Frari: Grabdenkmäler von höchstem künstlerischen Rang finden sich hier. Den Höhepunkt jedoch bildet das gewaltige Altarbild Tizians, „die Himmelfahrt Mariens“. Gegenüber der Kirche bewundern wir zum Abschluss die Scuola Grande di San Rocco. Sie ist die besterhaltene und bedeutendste der einst sechs Scuole ( Bruderschaften ). Zwei Jahrzehnte hat Tintoretto hier gearbeitet und wir finden Weltkunstwerke, den absoluten Höhepunkt der Ölmalerei der Spätrenaissance.

„Arrivederci Venezia“Venedig 2

Wen nun die Reiselust gepackt hat und wer den Flair und die Atmosphäre dieser beeindruckenden und einzigartigen Stadt selbst erleben möchte kann sich bei uns gerne noch zur Reise anmelden!

Weitere Infos, als auch die Möglichkeit zum Download des Anmeldeformulars findet ihr hier:

direkt zur Reise unter www.vhs-straubing.de